Partyraum vermieten: Preise, Regeln und Ablauf
Aktualisiert am 13. Oktober 2026 · 6 Min. Lesezeit
Geburtstage, Polterabende, Firmenfeiern: Ein gut organisierter Partyraum ist an vielen Wochenenden ausgebucht. Damit die Vermietung nicht zum Nebenjob wird, braucht es klare Preise, klare Regeln und einen einfachen Buchungsablauf.
1. Wofür wird Ihr Raum gebucht?
Überlegen Sie zuerst, für welche Anlässe Ihr Raum taugt: Kindergeburtstage am Nachmittag, private Feiern am Abend, Firmenanlässe unter der Woche. Davon hängen Öffnungszeiten, Preise und Regeln ab. Beschreiben Sie in Ihrem Inserat konkret, was möglich ist (Personenzahl, Musikanlage, Küche, Bestuhlung) – das spart Rückfragen.
2. Preise festlegen
Partyräume werden meist pro Abend, pro Halbtag oder pro Stunde vermietet. Bewährt hat sich eine Kombination: ein Stundenpreis für kurze Anlässe und eine Pauschale für den ganzen Abend. Wochenenden sind gefragter – ein Wochenendzuschlag ist üblich. Rechnen Sie die Endreinigung entweder fix ein oder weisen Sie sie als separate Position aus.
- Grundpreis pro Stunde oder Pauschale pro Abend/Tag
- Zuschlag für Freitag- und Samstagabend
- Endreinigung pauschal (oder Reinigung durch Mieter mit Kontrolle)
- Optionale Zusatzleistungen: Musikanlage, Geschirr, Tischwäsche, Deko
3. Kaution und Hausordnung
Eine Kaution schützt Sie vor Schäden und ungeplantem Reinigungsaufwand. Halten Sie in einer kurzen Hausordnung fest, was gilt: Nachtruhe, Rauchverbot, Umgang mit Konfetti und Kerzen, Abfall, Rückgabezustand. Wichtig ist, dass Mieterinnen und Mieter die Regeln vor der Buchung sehen und bestätigen.
4. Nachtruhe und Nachbarn
Die Nachtruhe ist in der Schweiz kommunal geregelt – häufig ab 22 Uhr, teilweise mit Ausnahmen am Wochenende. Prüfen Sie das Polizei- bzw. Lärmreglement Ihrer Gemeinde und schreiben Sie die Regel in die Hausordnung. Ein Endzeitpunkt (z. B. «Musik leise ab 22 Uhr, Raum verlassen bis 02 Uhr») verhindert Diskussionen.
5. Schlüssel und Übergabe
Persönliche Übergaben kosten Zeit. Viele Vermieter nutzen Schlüsselboxen oder elektronische Schlösser und verschicken den Code erst nach bezahlter Buchung. Vereinbaren Sie eine kurze Abnahme danach – oder eine Fotodokumentation durch den Mieter.
6. Anfragen ohne E-Mail-Pingpong
Der grösste Zeitfresser ist die Abklärung: «Ist der 14. noch frei?», «Was kostet das?», «Wie bezahle ich?». Mit einer Online-Buchungsseite sehen Interessierte freie Termine und den Preis sofort, akzeptieren Ihre Hausordnung und bezahlen direkt. Sie entscheiden selbst, ob Buchungen sofort gelten oder ob Sie jede Anfrage zuerst freigeben.
Tipp: Halten Sie Puffer zwischen zwei Anlässen frei (z. B. 1 Stunde für Reinigung). Raumvia blockiert solche Puffer automatisch, sodass sich Buchungen nie überschneiden.
Häufige Fragen
Braucht es für die Vermietung eines Partyraums eine Bewilligung?
Für die reine Raumvermietung in der Regel nicht. Bewilligungspflichtig können aber z. B. der Alkoholausschank gegen Entgelt, grosse öffentliche Anlässe oder eine Nutzungsänderung des Raums sein. Klären Sie das bei Ihrer Gemeinde ab.
Wie hoch sollte die Kaution sein?
Das hängt von Ausstattung und Risiko ab. Üblich ist ein Betrag, der eine Zusatzreinigung und kleinere Schäden deckt. Wichtig: Die Höhe vorab klar kommunizieren und die Rückerstattung zeitnah nach der Abnahme veranlassen.
Soll ich Anfragen manuell freigeben?
Bei Partyräumen ist das oft sinnvoll, weil Sie wissen möchten, wer feiert. Sie können pro Raum wählen: Sofortbuchung oder Anfrage mit Freigabe.